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Neues Zeitalter

Neues Zeitalter

Neues Zeitalter

Über das Neue Zeitalter (New Age in engeren Sinn) oder Wassermannzeitalter als die zentrale Vision der New-Age-Bewegung kursierten zahlreiche unterschiedliche Darstellungen. Gemeinsam war dabei der Grundgedanke, dass die menschliche Kultur sich im Niedergang befinde und dass das Neue Zeitalter wieder einen Aufstieg bringen und alles zum Besseren wenden werde. Darüber, wann dieses Zeitalter beginnen werde oder bereits begonnen habe, waren viele divergierende Angaben im Umlauf. David Spangler schrieb in seinem einflussreichen Buch Revelation: The Birth of a New Age (1971), das Neue Zeitalter habe bereits an Weihnachten 1967 begonnen. Ein anderes häufig genanntes Datum war der 16./17. August 1987. Vielfach wurde die Jahrtausendwende genannt, und wieder andere Angaben verlegten den Beginn der Neuen Zeit um einige Jahrhunderte in die Zukunft.

Die erwarteten Veränderungen waren äußerst vielfältig, aber durchweg tiefgreifend. In den radikalsten Versionen betrafen sie sogar physikalische Parameter wie die Schwerkraft oder das Spektrum des Sonnenlichts. Manche Autoren verkündeten das Ende des gewohnten körperlichen Daseins und versprachen einen „Himmel auf Erden“. In diesen Fällen sollten die Veränderungen von außen über die Welt und die Menschheit hereinbrechen. Solche Vorstellungen waren besonders charakteristisch für das frühe New Age; in manchen Ländern wie Brasilien und Japan waren sie auch in jüngerer Zeit noch sehr verbreitet. Dem standen andere Visionen gegenüber, wonach die Veränderungen äußerlich unsichtbar auf einer „ätherischen Ebene“ stattfinden sollten und/oder gar nicht von außen verursacht, sondern allein durch ein verändertes Bewusstsein und eine veränderte Lebensführung der Menschen bewirkt werden sollten. Laut Heelas waren die letzteren, auf die Aktivität der Menschen abstellenden Visionen wesentlich häufiger als diejenigen, welche eine äußere Verursachung implizierten. Als eine dritte häufige Version von New-Age-Visionen neben diesen radikalen und moderaten Varianten sowie zahlreichen zwischen diesen Extremen liegenden Formen unterschied Hanegraaff noch das „Pathos der Veränderung“ (pathos of change), in dem nur Gefühle zum Ausdruck kamen, ohne dass konkret geschildert wurde, worin die erwarteten Veränderungen bestehen sollten.

Die Aktivitäten, mit denen New-Age-Anhänger die Krise der Menschheit überwinden und das Neue Zeitalter einleiten wollten, wurden ganz überwiegend als „innere Arbeit“ im Sinne einer Evolution des Bewusstseins verstanden. Ein zentraler Gedanke war dabei das Erreichen einer Kritischen Masse und eine dadurch ausgelöste Kettenreaktion. Dieser Gedanke lässt sich historisch auf Lyall Watsons Schilderung über den „Hundertsten Affen“ zurückführen; auch Rupert Sheldrakes Hypothese der Morphischen Resonanz wurde herangezogen. Die Vorstellungen darüber, wie viele spirituell zusammenarbeitende Menschen eine Kritische Masse bilden könnten, reichten von 10 Personen (David Peat) bis zu 50 Millionen (George Trevelyan).

Quelle: Wikipedia

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